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Hier
finden Sie Artikel über Lu..po.Therm (Verlegeanleitung,
Auszeichnung), die in der Fachpresse erschienen sind.
Artikel "Eine runde Sache"
(mikado 10/2004)
Luftpolsterfolien
können bei Verpackungen neben der mechanischen zusätzlich eine
thermische Schutzfunktion erfüllen. Die isolierende Wirkung lässt sich
auch für die Wärmedämmung von Gebäuden effektvoll ausnutzen, wie hier
beispielhaft an einem Wohnhaus in der Oberlausitz gezeigt wird.

Es
ist kaum zu glauben, aber die Spuren im Inneren zeigen es deutlich: Als
das eher kleine Haus vor rund 200 Jahren gebaut wurde, fanden hier unter
einem Dach der Stall, eine Gaststätte und die Wohnung der Wirtsleute
Platz. An die gastliche Tradition des Hauses will die jetzige Besitzerin
anschließen und neben ihrer eigenen Wohnung hier drei weitere Wohnungen für
Feriengäste einrichten.
In
den Jahren 2002/2003 war deshalb eine umfassende Sanierung und
Modernisierung erforderlich. Im massiven Untergeschoss und beim Fachwerk
in der oberen Etage ließ sich die historische Substanz überwiegend
bewahren. Die Schäden in den Mauern sowie im Fachwerk und seinen
Ausfachungen konnten mit den traditionellen handwerklichen Techniken
repariert werden.
Das
Dach und die aufgemauerten Giebel waren allerdings nicht mehr zu retten.
Die Untere Denkmalschutzbehörde und die Besitzerin verständigten sich
darauf, das Dach samt des Dachstuhls komplett zu erneuern, dabei aber den
Charakter der historischen Situation zu erhalten. Um eine zeitgemäße
Nutzung des Dachgeschosses zu ermöglichen, akzeptierten die
Denkmalpfleger den Einbau einer breitgelagerten Trapezgaube, die es vorher
nicht gegeben hatte.
Die
Bauherrin wollte die Ferienwohnungen im Dachgeschoss mit sichtbaren
Sparren ausführen. Für die Wärmedämmung nach den heutigen Regeln kam
deshalb nur eine Anordnung über den Sparren in Frage. Für diese
Aufgabenstellung gibt es eine ganze Reihe von Dämmlösungen, die aber
meistens zu einem relativ dicken Dachpaket führen und gerade bei
denkmalwerten Gebäuden das historische Erscheinungsbild des Gebäudes
beeinträchtigen können. Die innovativen Handwerker boten deshalb die
hochwirksame, aber dünne Wärmedämmung Lu..po.Therm B2+8 aus
Luftpolsterfolien mit IR-Reflektionsschichten an. Die dreizehnlagige Folie
hat bei einer Nenndicke von nur 3 cm einen Wärmedurchlasswiderstand von R
= 1,30 m²K/W. Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung wurde vom DIBt
unter der
Zulassung Nr. Z-23.11-1463 - gültig bis 31.März 2006 für Deutschland erteilt.
Leicht
aber fest
Luftpolsterfolien
sind in der Verpackungstechnik ein bekanntes und seit mehr als 30 Jahren
bewährtes Material. Die dort verwendeten Folien bestehen zumeist aus
LD-PE (Low Density Polyethylen = Polyethylen niederer Dichte). Dieses
Material ist jedoch wegen seiner geringen mechanischen Festigkeit kaum für
den robusten Einsatz auf dem Bau geeignet.
Seit
1989 beschäftigt sich Wilfried Jung mit einer neuen Verfahrenstechnik zur
Verbesserung der Reiß- und Zugfestigkeiten von Luftpolsterfolien. 1994
gelang dem geschäftsführenden Gesellschafter der LPS GmbH die
Realisierung mit völlig neuen Produktgruppen. Es wurde auf den Rohstoff
HD-PE (High Density Polyethylen = Polyethylen hoher Dichte) umgestellt und
für diese innovative Verfahrenstechnik ein Patent erteilt. Schon allein
der Materialwechsel erhöhte die mechanischen Festigkeitswerte auf das
drei- bis vierfache. Weitere Verbesserungen waren durch eine neue
Luftpolstergeometrie möglich: Sie sind nicht mehr kreisrund, sondern
orientieren sich an der sechseckigen und äußerst stabilen Bauweise von
Bienenwaben. Ganz im Sinne der Bionik überträgt die Neuentwicklung also
bewährte natürliche Strukturen auf industriell hergestellte
Konstruktionsformen.
Die
veränderte Verfahrenstechnik führte außerdem zu Einsparungen beim
Rohstoffeinsatz und erlaubte eine erhebliche Reduzierung des Flächengewichts.
Die neue Luftpolsterfolie wiegt jetzt nur noch 32 g/m², statt früher 92
g/m². Das fertige Produkt besteht im Volumen zu 99 Prozent aus Luft und
nur zu 1 Prozent aus HD-PE-Folie. Der große Anteil eingeschlossener Luft
sichert in der Verpackungstechnik eine gute Polsterung und wirkt
gleichzeitig als Wärmedämmung. Kühlware und andere thermisch
empfindliche Güter können heute mit Thermoschutzhauben aus
Luftpolsterfolie und zusätzlichen, die Infrarotstrahlung reflektierenden
metallisierten Folien beim Transport geschützt werden. Diese doppelte
Schutzwirkung gegen Wärmestrahlung und Wärmetransmission lässt sich mit
Lu..po.Therm B2+8 jetzt auch für die Dämmung von Gebäuden bei Decke,
Wand, Dach und Boden einsetzen.
Multifunktionaler
Schichtenaufbau
Wie
die Ziffern in der Bezeichnung schon andeuten, besteht Lu..po.Therm B2+8
aus acht Lagen Luftpolsterfolien sowie zwei, jeweils außen angeordneten
Lagen gewebeverstärkter und metallisierter IR-Reflektionsfolien. Zur
Verstärkung der Infrarotreflexion ergänzen drei weitere metallisierte
Polypropylen-Folien im Inneren den Aufbau.
Die
fertige Verbundwärmedämmmatte besteht aus insgesamt dreizehn Lagen, die
umlaufend zu einem kompletten Schichtenpaket randverschweißt sind und vom
Verarbeiter wie eine einzige Folie transportiert und verlegt werden.
T-Endfäden, eingearbeitet im Breitenabstand von etwa 30 cm, gewährleisten
zusätzlich eine Lagesicherung innerhalb des Aufbaus. Die T-Endfäden
durchstoßen jedoch nur zwölf Lagen, wodurch die untere Außenfolie
unperforiert bleibt. Sie ist dadurch und wegen ihrer hochdichten
Metallbeschichtung luftdicht und praktisch undurchlässig für
Wasserdampf. Die unperforierte Seite muss nach innen bzw. unten verlegt
werden und erfüllt damit die Funktion der Dampfsperre.
Im
Zusammenwirken der Schichten des Aufbaus ergibt sich ein hocheffektiver Wärmedämmstoff,
der gleichzeitig alle drei Arten des Wärmedurchgangs minimiert: die
Transmission, die Konvektion und den Strahlungsdurchgang. Der hohe Anteil
der in den Waben eingeschlossenen Luft verringert äußerst effektiv die Wärmetransmission,
weil Luft ein schlechter Wärmeleiter ist. Die nicht perforierte und
luftdichte unterste Lage des Schichtenpakets verhindert Wärmeverluste
durch Luftleckagen (Konvektion). Neben ihrer Funktion als Dampfsperre
wirkt sie also gleichzeitig auch als Luftdichtheitsschicht im Sinne der
Energieeinsparverordnung EnEV. Das Entweichen der Wärme in Form von
Strahlung verhindern schließlich die insgesamt fünf metallisierten
Folien im Schichtenpaket, die je nach Einbausituation und Wellenlänge bis
zu 98 % der Infrarotstrahlen reflektieren und damit den Wirkungsgrad
vervielfachen können.
Abschirmung
gegen Wärme und Elektrosmog
Im
Rahmen von neutralen Baustoffprüfungen zur Vorbereitung der allgemeinen
bauaufsichtlichen Zulassung wurde für Lu..po.Therm B2+8 mit 3 cm
Nenndicke der bereits erwähnte Wärmedurchlasswiderstand von R = 1,30 m²K/W
ermittelt. Das entspricht einem U-Wert von 0,68 W/(m²K). Die Prüfungen
fanden mit der in Deutschland üblichen Heizkastenmethode nach DIN 52 611
statt, die beiden genannten Werte bilden deshalb nur die Grundlage für
die deutsche Zulassung.
In
anderen europäischen Ländern, etwa in Frankreich, berücksichtigen die
Messverfahren neben der Transmission stärker auch den Anteil der
Infrarotreflexion an der Wärmedämmung. Weil Luftpolsterfolien in
Kombination mit metallisierten Folien hier hochwirksam sind, können in
diesen Prüfungen Wärmedurchlasswiderstände bis zu 5,0 m²K/W
nachgewiesen werden. Das entspricht umgerechnet einem U-Wert von etwa 0,2
W/(m²K), der sich mit nur 3 cm Dicke ansonsten kaum erreichen lässt.
Die
wärmeschützende Wirkung der Luftpolsterfoliendämmung liegt also über
den gängigen Dämmstoffqualitäten. Außerdem hat der Verbund weitere
Vorteile für den Verarbeiter und den Bauherrn. So bilden die
metallisierten Folien einen hochwirksamen Schutz gegen elektromagnetische
Strahlen und Felder, speziell die im Verdacht der Gesundheitsschädigung
stehenden gepulsten Hochfrequenzen des Elektrosmogs werden sicher
abgeschirmt.
Das
Material selbst ist sauber und hautfreundlich, nicht allergieauslösend
sowie physiologisch unbedenklich. In der Verpackungstechnik darf HD-PE
beispielsweise direkt mit Lebensmitteln in Verbindung gelangen. Dies ist
unter anderem auch deshalb möglich, weil die Folie nicht hygroskopisch
ist und keine Gerüche annimmt.
Lu..po.Therm
B2+8 entspricht gemäß Zulassung der Baustoffklasse B2 nach DIN 4102. Es
werden ausschließlich halogenfreie Flammhemmer und diese nur in geringen
Mengen eingesetzt, wodurch das Material nicht brennend abtropft und nicht
nachglimmt.
Nach
Ablauf der Nutzungsdauer in den Gebäuden kann der Verbund als Wertstoff
voll recycelt werden.
Flexibel
und leicht in der Verarbeitung
Die
Vorteile der Wärmedämmung mit Luftpolsterfolien überzeugte bisher schon
viele Planer und Bauherren. Die neue Dachkonstruktion des beschriebenen
Sanierungsobjektes wurde mit Lu..po.Therm B2+8 genau nach den
Verarbeitungsangaben des Herstellers als Aufsparrendämmung ausgeführt.
Auf
die sichtbar bleibenden Sparren wurde zunächst eine Vollholzschalung und
auf diese dann eine Konterlattung geschraubt. Anschließend rollten die
Handwerker auf den Konterlatten den Dämmstoff parallel zur Traufe mit 3
bis 5 cm Überlappung aus und hefteten ihn zunächst an. Das Material ist
bei der Anlieferung eindeutig gekennzeichnet, so dass eine seitenrichtige
Verlegung, bei der die unperforierte Schicht innen bzw. unten liegt, auf
jeden Fall gewährleistet ist.
Die
endgültige Befestigung der Folie erfolgte mit einer zweiten Lattenebene,
die einerseits als Anpresslattung für den Dämmstoff und andererseits als
Konterlattung für die Dachlatten dient. Die Ebene der Ziegeldeckung
erhielt also eine eigene Hinterlüftung.
Beim
Transport auf das Dach und während des Ausrollens erwies sich das geringe
Gewicht der Folie als komfortable Montageerleichterung. Ein Quadratmeter
wiegt etwa 430 g, 6,5 kg leicht ist damit eine ganze Rolle von 1,50 m
Breite und 10 m Länge. Neben diesen Standardmaßen sind auch
vorkonfektionierte Fixlängen lieferbar. Zukünftig sollen die Rollen außerdem
zusätzlich in 2 m Breite erhältlich sein.
Einen
weiteren Verarbeitungsvorteil stellt die Flexibilität der Verbundwärmedämmung
dar. Sie schmiegt sich problemlos an die jeweilige Dachform mit ihren
Graten und Kehlen an, was im vorliegenden Fall vor allem die Dämmung am
Krüppelwalm und an der Gaube vereinfachte. An den Graten entstehen auf
diese Weise keine Wärmebrücken und Dünnstellen.
Lu..po.Therm
B2+8 erfüllt auf allen Dächern mehrere Funktionen in einer Schicht. In
erster Linie ist das Material Wärmedämmung, gleichzeitig aber auch
zweite wasserführende Ebene, Dampfsperre und Luftdichtheitsschicht. Gegenüber
konventionellen Dachaufbauten verringert sich durch die multifunktionale Wärmedämmung
die Anzahl der erforderlichen Arbeitsschritte, was zu wesentlichen
Kosteneinsparungen und einem Zeitgewinn bei der Verarbeitung führt. Um
die Dichtheit des Aufbaus zu gewährleisten, müssen die Überlappungen
und Stöße der Folie sowie alle Anschlüsse an Dachdurchdringungen,
aufgehendes Mauerwerk oder andere Bauteile dauerhaft mit
Reinacrylatklebeband abgeklebt werden.
Fazit
Weil
viele Bauherren, für ein stimmungsvolles Ambiente, in ihren
Dachgeschossen die Sparren sichtbar lassen wollen, kann vorteilhaft
Lu..po.Therm B2+8 als Aufsparrendämmung eingesetzt werden. Nach den
gleichen Prinzipien können aber auch Dämmungen zwischen oder unter den
Sparren mit dem innovativen Dämmstoff ausgeführt werden. Möglich ist außerdem
die Anwendung in Holzständerwänden oder bei vorgehängten hinterlüfteten
Fassaden. Die hohe Dämm- und Reflektionswirkung von Lu..po.Therm B2+8
erlaubt in jedem Fall einen Einbau mit relativ geringer Dicke, wodurch die
Dach- oder Wandkonstruktionen schlank gehalten werden können. Ein Vorteil
gerade für alle Sanierungsbaustellen.
Bei
denkmalgeschützten Gebäuden lässt sich auf diese Weise die überlieferte
Gesamtansicht dauerhaft erhalten. Im Inneren allerdings wirkt sich der
optimierte Aufbau als zusätzlicher Raumgewinn aus.

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